Ektoparasiten bei Hunden und Katzen sachgerecht bekämpfen

 

 

Flöhe

 

Bei einem Flohbefall ist das therapeutisches Ziel das Abtöten ausgewachsener (adulter) Flöhe mit einem geeigneten Parasitenmittel. In Tierbeständen und Haushalten mit mehreren Tieren sollten alle Tiere im regelmäßigen Abständen behandelt werden.

Die adulten Flöhe auf den Tieren machen in der Regel nur einen kleinen Anteil der gesamten Flohpopulation aus, der größte Anteil befindet sich als Entwicklungsstadium (Eier, Larven, Puppen) im Umfeld der Wirtstiere. Daher sollte die Umgebung des Tieres zusätzlich mit einbezogen werden, wie das tägliche Absaugen von Liegeplätzen und Teppichen oder das Waschen von Liegedecken. Mit diesen Maßnahmen werden aber meist nicht alle Flohstadien vollständig erreicht. Bei starken Flohbefall empfiehlt es sich daher, zur Behandlung adulter Flöhe geeignete Präparate mit direkter Wirkung gegen Entwicklungsstadien anzuwenden. Dafür gibt es spezielle Produkte, die entweder in der Umgebung (Pestizide) oder als Arzneimittel direkt am Tier angewendet werden.

Um einen Flohbefall frühzeitig festzustellen, sollte im Rahmen der Fellpflege regelmäßig auf Flohbefall inspiziert werden, vorzugsweise mit einem Flohkamm.

Zur Verhinderung eines Flohbefalls wird die regelmäßige Anwendung eines geeigneten Parasitenmittels empfohlen.

Bei Tieren die auf Flohspeichel allergisch reagieren, in Form von Hautentzündungen, empfiehlt sich eine kontinuierliche Flohbehandlung. Hierzu gehören die ganzjährige Anwendung am Tier und geeignete Maßnahmen in der Umgebung.

Menschen werden von Flöhen befallen, wenn die Anzahl von erwachsener Flöhe sehr hoch ist und kein geeigneter Wirt (Tier) zur Verfügung steht. In diesem Fall wird eine Flohbekämpfung bei allen Tieren im Haushalt sowie in der Umgebung empfohlen.

 

 

Zecken

 

Werden Zecken auf einem Tier entdeckt, sollten diese umgehend entfernt werden, um eine potenzielle Übertragung zu verhindern. Zwar dauert es in der Regel viele Stunden bis Tage, bis eine Erregerübertragung stattfindet, meist ist aber unbekannt, zu welchem Zeitpunkt eine Zecke ein Tier tatsächlich befallen hat. Nach der Entfernung der Zecken wird die Anwendung eines Zeckenmittels empfohlen, da sich nicht unbedingt alle auf dem Tier befindlichen Zecken, vor allem im Larven- oder Nymphenstadium sicher finden und entfernen lassen. Die betroffenen Tiere sowie alle zum Haushalt gehörenden Hunde und Katzen sollten bis zum Ende der Zeckensaison gegen Zecken behandelt werden.

In Gebieten, in denen infizierte Zecken vorkommen, besteht das Risiko, dass Tiere sich mit Erregern zeckenübertragener Erkrankungen infizieren. Daher wird eine kontinuierliche Behandlung mit dem Ziel einer konstanten Schutzwirkung empfohlen. Der Auslauf in Gebieten mit hoher Zeckendichte sollte beschränkt werden, besonders in Jahreszeiten, in denen Zecken aktiv sind.

 

Hinweis: Katzen sind von zeckenübertragenen Krankheiten offenbar weniger betroffen als Hunde. In Fällen, in denen Zecken bei Katzen zum Problem werden, sollte aber auch hier eine Bekämpfung durch geeignete Parasitenmittel erfolgen.