Madenbefall beim Kaninchen (Myiasis)

 

 

Mit der Hitze im Juni haben auch die Schmeißfliegen ihr erstes Hoch. Damit wächst die Myiasis-Gefahr für Kaninchen. Die Maden befallen vor allem angeschlagene Tiere. Ist es erst einmal so weit gekommen, sollte man schnellst möglich zum Tierarzt um zuerst die Parasiten zu eliminieren – und danach die auslösende Grunderkrankung zu suchen.

 

Fliegenabwehr, Haltungshygiene und Therapie von Grunderkrankungen sind die wichtigsten Vorbeugemaßnahmen gegen die ebenso lästige wie gefährliche Myiasis. Der häufigste Auslöser sind Harnwegsinfekte und Durchfall Manchmal erschwert Übergewicht (verminderte Beweglichkeit, ausgeprägte Falten im Analbereich und Wammen) den Tieren das gründliche Putzen der Analregion. Das gilt auch für Erkrankungen des Bewegungsapparates und Koordinationsstörungen. Zahnprobleme der Schneide- und/oder Backenzähne behindern die Körperpflege mechanisch oder durch Schmerzen und sind häufig mit verantwortlich für Durchfälle. Schließlich locken auch infizierte (Biss-)Wunden und Ausfluß Fliegen an.

 

Gesunde Tiere sind nicht betroffen. Ein fittes, aktives Kaninchen hält sich peinlich sauber und toleriert Anflug und Eiablage durch Schmeißfliegen nicht. Risikotiere sollten daher besonders beim Aufenthalt im Freien mindestens zweimal täglich auf Fliegeneier und Maden kontrolliert werden.

Es kommt leider nicht selten vor, daß ein Kaninchen wegen hochgradigen Madenbefall eingeschläfert werden muß.